Lamas

Lamas (Lama glama) sind Kamelart und können eine Schulterhöhe von 110 bis 130 cm und ein Gewicht von 120 bis 150 kg erreichen. Anders als Dromedare oder Trampeltiere (Altweltkamele) besitzen Lamas keine Höcker. Die Sohlenpolster (Tylopoden) an den Füßen und die gespaltene, sehr bewegliche Oberlippe haben Lamas und auch die Altweltkamele.

Ihr Gehege teilen sich unsere Lamas mit den Sikas. Als Herdentiere, aber auch klassische Fluchttiere ist dieses Zusammenleben bestens geeignet. Die Herden werden von einer Leitstute angeführt. Im Rang stehen die weiblichen Tiere über den männlichen, welche jedoch die Verteidigung der Herde übernehmen. Lamas ernähren sich von krautigen Pflanzen und Gräsern.

An der Körperhaltung kann man sehr gut die Stimmung der Tiere ablesen:

  • Ohren aufgerichtet und Schwanz hängt nach unten => mir geht es gut und ich bin enstpannt
  • Geht der Schwanz nach oben => ich bin absolut aufmerksam und angespannt
  • Ohren nach hinten gelegt und Schwanz unten => ich ordne mich unter (Mensch oder Tier)
  • Ohren angelegt und Schwanz hoch => ich fühle mich nicht wohl
  • Gurgelnde Geräusche => Vorsicht!
  • Ohren länger angelegt und ein anderes Lama ist zu nach => Achtung – ich könnte mit hoch aufgerichteter Nase ein Warnschuss spucken

Wenn ein Lama einen Menschen anspuckt, liegt es meistens daran, dass das Tier belästigt oder sogar gequält wurde. Beim Spucken beweisen die Lamas eine erstaunliche Treffsicherheit.